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(5) Nordland Fieber 2026

Nach der Tour ist vor der Tour.



Wir verlassen nach der Wanderung den schönen und recht einsamen Breheimen-Nationalpark und machen uns auf Richtung Jotunheimen, um dort noch eine weitere Wanderung zu machen. Doch schon nach kurzer Zeit fangen wir ob der Touristenmassen, die hier unterwegs sind, an zu zweifeln. Es ist nun Mitte Juli und alle sind unterwegs. Norweger, Schweden, Holländer, Deutsche und Reisebusse voll mit Menschen aus aller Welt. Auch die Campingplätze sind für unsere Verhältnisse zu voll. Klar, es ist bestes Wetter, alle haben Urlaub und wollen in die Berge und in die Natur.



Wir entscheiden uns daher, in diesem Jahr Jotunheimen nicht anzusteuern, sondern fahren zum Rondane-Nationalpark. Hier ist es etwas beschaulicher, wenn auch nicht so spektaklär wie im Jotunheimen-Gebiet. Wir freuen über den schönen Stellplatz am Atna Bach auf dem Skogli Campingplatz und genießen nach einer langen Autofahrt die Ruhe und die Sonne. Nur die nervenden Beißefliegen trüben etwas die Idylle und hinterlassen juckende Spuren. Es ist eine Freude für mich, die Vielfalt der Wildkräuter am Bach zu bewundern, das tröstet auch über die ganzen Stiche hinweg.



Am nächsten Tag - immernoch SONNE UND WÄRME - machen wir eine Moutainbike-Tour, die zur Kategorie "Pleiten, Pech und Pannen" gehört. Zuerst nehmen wir eine Ausfahrt zu früh den Schotterweg Richtung Fjell. Nach 2

Kilometern Bergaufradeln endete der Weg im Wald und uns blieb nur noch die Möglichkeit, entweder noch einmal runter zur Straße zu fahren und erneut beim richtigen Schotterweg neu mit dem Anstieg zu beginnen oder hier den Winterwanderweg zu nehmen und das Rad 2 Kilometer durch den Busch zu schieben.


Wir entscheiden uns für die zweite Variante und schlagen uns schwitzend fast eine Stunde durch die Botanik. Ein kurzer Zwischenstopp mit Mittagspause und dann geht es auf dem richtigen Schotterweg steil bergauf. Sehr schweißtreibend und wunderschön. Blauer Himmel und super Sicht auf den Rondane Nationalpark.



Auf dem Rückweg dann die zweite Panne. Der Vorderreifen von Kalles Bike ist platt. Letztendlich hatte sich nur das Ventil gelöst. Aber die Supertechnik in Form einer elektronischen Fahrradpumpe erweist sich bei den fetten Reifen als keine gute Wahl. Wir schaffen es gerade den Reifen auf 0,5 Bar aufzupumpen, dann ist Ende. Mehr Druck geht nicht drauf.



Also heisst es, langsam und vorsichtig den Berg hinunter zu rollen und darauf zu hoffen, den Campingplatz zu erreichen. Hat geklappt. Abends geht es noch einmal in den kühlen Bach und dann gibt es eine bunte vegetarische Grillplatte. An Ende war dann doch alles PERFEKT.



Fiete ist auch sehr zufrieden hier.
Fiete ist auch sehr zufrieden hier.

Und dann noch einmal die nächste 2-Tages-Wanderung. Wieder bei bestem Wetter und bester Laune. Es war zwar unten im Tal sehr heiß, aber je höher wir kamen, umso angenehmer wurden die Temperaturen.



Nach einem heißen und steilen Aufstieg öffnet sich das Tal und wir sind immer wieder von der Weite und der endlosen Sicht begeistert.



Nach einigem Suchen finden wir im steinigen Gebiet eine schöne Stelle mit kleinem Bach, an der wir unser Zelt aufschlagen können.



Vorher wird der Hubschrauber Landeplatz eingerichtet😃.


Der Platz ist luftig gelegen, sodass die Stech- und Beißinsekten nicht so erfolgreich sein können.



Wir genießen wieder mal dieses Panorama, baden im eiskalten Bach, essen Tütennudeln und warten auf die Dunkelheit, die es hier aktuell nicht gibt.



Unsere neue Leidenschaft ist Fjell-Camping.



Was für ein Glück wir in diesem Jahr mit dem Wetter haben, ist unglaublich.



Nach einer etwas unruhigen Nacht, weil es recht windig war und die Unterlage sehr steinig, genießen wir unser Fjell-Frühstück mit Kaffee und Müsli.


Sonnengruß am Morgen
Sonnengruß am Morgen

Dann verabschieden wir uns von den norwegischen Bergen, bevor es wieder Richtung Schweden geht. Dankbar, glücklich und erfüllt.



Auf dem Weg Richtung Idre in Schweden schauen wir noch einmal an unserem Lieblingsplatz am Femundsee vorbei, an dem wir schon am Anfang 2 Nächte bei eisigen Temperaturen gestanden haben.


Wieder begegnen uns viele Rentiere auf dem Weg zum Femundsee.
Wieder begegnen uns viele Rentiere auf dem Weg zum Femundsee.

Viel Hoffnung haben wir uns nicht gemacht, jetzt bei der Fülle an Campern noch einen freien Platz zu bekommen. Doch anscheinend sind wir gerade die Glückspilze. Unglaublich.



Es ist niemand da. Also bleiben wir hier und verbringen eine schöne Zeit hier am See mit Relaxen, Schwimmen, Paddeln und Lesen.



Nach einer schönen Paddeltour sitzen wir nun noch in der Sonne und warten auf den Regen und den Wettersturz, der angekündigt ist.



Die Gewitter hört man schon in der Ferne und morgen ist die sonnige und warme Traumzeit in Norwegen endgültig vorbei. Dann endet es hier, wie es begann. Mit 10 °C Höchsttemperatur am Tage 🥶.

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