11. Bergzeit - 7 Wochen "Down Under"
- Sabine Liedtke
- 14. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Dienstag, 11.11.2025
Hokitika - Hari Hari
73 km, 560 hm
Zuerst etwas Regen, dann Sonne

Nach einer sehr stürmischen und regnerischen Nacht verlassen wir unser Cabin in Hokitika, um weiter nach Süden Richtung Berge zu fahren.
Die Schnitten und die Getränke sind fertig und los geht's, nachdem wir den "Ernst" begraben haben.
Wir wollen auch weiter Spaß an der verrückten Radreise zu haben, auch wenn die Wettervorhersagen nicht mehr so rosig sind.

Es geht es los in Richtung Hari Hari, einem Ort im Nichts, mit der einzigen Möglichkeit zur Übernachtung auf der Hälfte der Strecke bis Franz Joseph.
Die Route ist mal wieder wunderschön.
Wir radeln durch Regenwald am Rande der neuseeländischen Alpen entlang. Das Wetter wird im Laufe des Tages immer schöner und wir erleben wieder einen tollen Tag auf dem Rad.


Und der krönenden Abschluss des Tages ist die Unterkunft. Da das Hotel in Hari Hari und somit auch die Campingmöglichkeit geschlossen ist, haben wir über Airbnb ein tolles Tiny House mit dem passenden Namen "Pedal Inn" bei Walter gebucht.
So eine schöne Unterkunft hatten wir noch nie. Alles perfekt und super ausgestattet.
Ein absoluter Wohlfühlort, an dem wir gerne länger geblieben wären. Doch Hari Hari ist nicht der Ort mit vielen Attraktionen.
Ein exzellentes Abendmahl als krönender Abschluss des Tages.

Mittwoch, 12.11.2025
Hari Hari - Franz Josef
65 km, 500 hm
Sonne

Nach dem obligatorischen Kaffee im Bett und einem ausgiebigen Frühstück ziehe ich dann mal wieder das gelbe Bergtrikot an, denn heute geht es Richtung Franz Josef Gletscher mit einigen Ups and Downs.
Auch heute ist ins der Wettergott hold und wir haben wieder eine schöne Etappe mit tollen Ausblicken auf die Berge.
Wir kommen gut voran und checken schon um 14 Uhr auf dem Top 10 Holidaypark Campingplatz ein. Nach einer Einkaufsfahrt in den Ort, der ziemlich vom Tourismus und dem Gletscher-Hype geprägt ist, genießen wir den Nachmittag in der Sonne und schauen anderen Campern beim Zeltaufbauen zu.
Abends haben wir noch eine tolle klar Sicht auf die umliegenden Berge und nach dem Abendessen in der Campingküche gehen wir zufrieden schlafen.
Donnerstag, 13.11.2025
Franz Josef - Fox Glacier
26 km, 600 hm (Tour)
und
12 km, 200 hm (Gletscher-Viewpoint)
Sonne
Nach dem Frühstück in der kargen Küche und trockenem Brot 🤣🤣 ist das obligatorische "Zeltfleudeln" angesagt. Morgens ist unser Zelt von innen immer patschnass und da es in der Nacht geregnet hat, ist es heute auch von außen nass. Also erstmal das Zelt von außen und innen mit dem Schwamm vom Wasser befreien, damit wir nicht unnötige Kilos transportieren müssen.

Um 9:30 Uhr sitzen wir auf dem Rad, um die kurze, aber knackige Etappe zwischen Franz Joseph und Fox anzugehen. 25 km mit 3 steilen Auf- und Abstiegen mit bis zu 12 % Steigung.
Der angekündigte Regen bleibt zum Glück aus und wir sind schon mittags in Fox.
Nach einem leckeren Cappuccino und einer "Bowl of Fries" checken wir im Lake Matheson Motel ein, da die Wettervorhersagen nicht sehr berauschend sind.
Nachmittags machen wir noch einen Ausflug durch den Regenwald auf tollen Gravelstrecken, um den Gletscher zu sehen. Dabei stellen wir fest, dass die alte Straße zum Gletscher, die wir 2013 noch gefahren sind, durch einen Erdrutsch zerstört wurde und sich dadurch das ganze Tal verändert hat.

Es gibt nun keine Möglichkeit mehr zu Fuß zum Gletscher zu gelangen, was nun auch die ständigen Hubschrauberflüge erklärt, die die Touristen auf den Gletscher bringen.

Es ist aber auch klar, dass der Zugang zum Gletscher auch deshalb nicht mehr möglich ist, weil es im unteren Bereich gar keinen Gletscher mehr gibt.

Da, wo wir vor 30 Jahren noch eine ganztägige Gletscher-Wanderung gemacht haben, ist mittlerweile nur noch Geröll und Gestein. Sehr erschreckend zu sehen, wie schnell die Gletscher auch hier schmelzen.
Die Fahrt durch den unglaublichen Regenwald ist aber wunderschön.

Freitag, 14.11.2025
Fox Glacier - Ausflug zum Lake Matherson
30 km, 200 hm
Sonne und Wolken
Mal wieder gut geschlafen, die Nacht war gemütlich, da es ziemlich geschüttet hat.

Kaffee genießen in der Sonne und die Wolken in den Bergen bestaunen.
Heute gab es eine kleine Radtour zum Lake Matheson und durch den Regenwald.
Von weitem war der Blick auf den Gletscher sehr beeindruckend.

Nur das Spiegelbild der Berge auf den Lake Matheson fiel wegen dem Wind und der Wolken heute aus.

So sieht es bei schönem Wetter aus.
Und eigentlich sind die Farne viel schöner.
















































































































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